
auf den Spuren der Mille Miglia 20.5. - 29.5.2011
Wir - alle außer Anette und Alex - fahren von Wien mit dem Autoreisezug nach Innsbruck. Eine tolle Sache, weil wir einen großen Teil der Strecke entspannt zurück legen können.
Im Zug treffen wir Alexander, der mit seinem - einem der beiden in Österreich zugelassenen - Donkervoort zu einem Treffen nach Spanien fährt. Ein netter Typ, ein nettes Auto und wir beschließen, dass er uns einen Teil der ersten Etappe begleitet. Im Endeffekt nur über den Brenner, weil wir dort zum Penserjoch abbiegen und er weiter zu einem Freund fährt. Es war trotzdem ein schöner Zufall!
In Innsbruck angekommen überfällt uns erstmal das Verkehrschaos am Bahnhof. Es ist ein schönes Stück Arbeit mit 5 Autos durch dieses Getümmel zu kommen und beisammen zu bleiben. Aber es gelingt!
Kurz nach Innsbruck treffen wir Anette und Alex im Gasthof „Zum Schupfen“. Die Gruppe ist damit komplett.
Von hier fahren wir auf der Bundesstraße über den Brenner und biegen bald ab in Richtung zum Penserjoch - 2.211m Seehöhe, ein wenig Schnee und +9°C erwarten uns auf der Passhöhe.
Von hier geht’s weiter nach Bozen. Hinter Bozen fahren wir auf die Autobahn und verlassen diese in Trento und nähern uns dem Gardasee von Norden. Wir fahren am Ostufer und suchen in Malcesine die Auffahrt zu unserem Hotel bei der Mittelstation der Seilbahn auf den Monte Baldo. Eine absolut traumhafte Location mit einem tollen Blick auf den See.
Zu Beginn fahren wir am Ostufer des Gardasees. In Lazise verlassen wir den See und weiter geht’s über Landstraßen in Richtung Verona.
Verona wollen wir auf der „Tangenziale“ umfahren, verpassen aber die Auffahrt und landen auf der Autobahn - Point of no return. Eigentlich kein Problem, nur dass man von der Autobahn dort nicht abfahren kann, wo wir abfahren wollten. Also ist eine Wende angesagt und diesmal funktioniert es.
Ab Verona geht's weiter auf schönen, wenig befahrenen Landstraßen in Richtung Ravenna. Pause machen wir in der verschlafenen Ortschaft Cerea.
Kurz vor Ferrara überqueren wir den Po und umfahren die Stadt. Bei Argenta verwirrt uns eine Umleitung, die plötzlich nicht mehr beschildert ist. Aber wir kommen trotzdem zu unserem Ziel, dem Classhotel in Ravenna.
Den Abend verbringen wir am Meer in Marina di Ravenna.
Erst das Meer entlang bis Rimini, dann nach Westen ins Landesinnere Richtung San Marino führt die Route dieses Tages.
Bis San Marino fahren wir auf einer mehrspurigen Schnellstraße. Das ist zwar nicht so wahnsinnig spannend, bringt uns aber sehr schnell ans Ziel in San Marino.
Dort machen wir eine kurze Pause, genießen den traumhaften Blick ins Tal und einen schnellen Kaffee ;-)
Ab hier geht’s weiter auf wunderschönen Landstraßen immer in Richtung Urbino und dann Richtung Assisi.
Pause machen wir in Aqualagna - netter Ort, nettes Cafè und gerade die richtige Distanz für eine Pause. Danach weiter auf Straßen, auf denen auch die Mille gefahren wird, bis Assisi.
Wir nähern uns von Norden und bekommen eigentlich erst mit, dass wir in der Stadt sind, als wir wirklich schon in der Stadt sind. Unser Hotel liegt im Süden von Assisi und bietet einen wunderbaren Blick auf die Stadt.
23.5. - Assisi -> Rom - ca. 209km
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Route>
Assisi verlassen wir Richtung Südwest auf Landstraßen. Zwischenziele sind zum Beispiel Bevagna und Montefalco. Bei Eggi erwischt uns eine typisch italienische „Verwirrung“ - der Plan, das Navi, Google-Maps und die Realität sind 4 unterschiedliche Welten ;-) Und statt auf einer Schnellstraße landen wir auf einem wunderschönen, idyllischen asphaltierten Feldweg. Macht nix - es ist nett hier, also bleiben wir auf dieser Straße, die es eigentlich nicht geben darf.
Pause machen wir im wunderschönen, mittelalterlichen Dorf Sant’ Anatòlia di Narco. Danach geht’s weiter in Richtung Terni und wir „entdecken“ Cascate delle Marmore - ein hübscher Wasserfall, der scheinbar nach Belieben ein- und ausgeschaltet werden kann. Besichtigt kann er nur gegen einen üppigen Obolus werden. Schaut aber nett aus und wenn wir wieder in der Gegend sind, wird dieser Wasserfall ein Fixpunkt in der Planung.
Unsere nächste Pause machen wir in Narni - dem geografischen Mittelpunkt von Italien. Auch Narni ist ein absolut besuchenswertes, kleines Städtchen. Danach fahren wir in Richtung Rom und umrunden die Stadt auf der Stadtautobahn. Ich empfinde das nach den vielen Landstraßen-Kilometern als Kulturschock. Es ist viel los und es herrscht scheinbar das Chaos. Das ist aber nicht ganz so ;-)
24.5. - Rom
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An diesem Tag besichtigen wir Rom. Hannes hat eine super Route zusammen gestellt und wir sind den ganzen Tag auf den Beinen ;-)
Hier die wichtigsten Punkte unserer Tour
- Petersplatz
- Petersdom
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Engelsburg
- Pantheon
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Trevibrunnen
- Spanische Treppe
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Foro Romano
- Colosseo
25.5. - Rom -> Siena - ca. 292km
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Route>
Rom verlassen wir wieder über die Autobahn. Mit 5 Autos - vielleicht noch im Konvoi - wäre eine Stadtdurchfahrt sehr schwierig.
Wir fahren dauernd in Richtung NNW und mit jedem Kilometer wird die Landschaft ein wenig mehr "toskanisch". Natürlich geht's wieder auf Landstraßen dahin und nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern dem Schönsten!
Eine längere Pause machen wir im alten römischen Bad Bagno Vignoni - absolut sehenswert. Leider habe ich eine Verkehrstafel zu "genau" interpretiert und so sind wir für ein kurzes Wegstück auf einer Sandstraße und die Autos wunderbar eingestaubt. So was muss leider passieren - gehört irgendwie dazu.
Weiter fahren wir durch eine der schönsten Landschaften - die Crete. Auch hier machen wir einen kurzen Halt mit Blick auf Siena.
Unser Quartier liegt knapp außerhalb von Siena. Am Abend fahren wir in die Stadt und fahren 2x am gesuchten Parkplatz vorbei - einfach die Einfahrt übersehen. Siena bei Nacht ist eine schöne Erfahrung. Auch die Besichtigung zu Fuß ;-)
26.5. - Siena -> San Gimignano -> Tolé - ca. 192km
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Route>
Ab nach San Gimignano. Wider Erwarten finden wir relativ schnell genügend Parkplätze und besichtigen diese traumhafte Stadt.
Weiter geht's nach Norden, an Vinci vorbei nach Pistoia. Der Tag ist extrem heiß und in der Ebene ist auch noch ein Stau und zeitweise kommen wir nicht weiter. Nach Pistoia wollen wir eine kleine Bergstraße nehmen, aber leider stimmen Karte und Realität nicht überein - die Straße wird immer enger und mutiert am Ende zu einer Sandstraße. Also wenden wir und müssen eine Stück zurück und auf einer anderen Straße den Berg überwinden. Auch kein Problem und ab Acquerine ist es eine absolute Traumstraße - wie geplant.
Bei Monachino machen wir kurz Pause und dann geht's weiter nach Tolè. Auch hier wieder einige wunderbare Straßenstücke mit vielen Kurven und oft sehr wenig Verkehr. Bestes "Roadsterfutter" ;-)
Die Tagesetappe ist zwar nicht so lang, aber wegen der Hitze sehr anstrengend.
27.5. - Tolé -> Sant' Agata -> Brescia -> Vallio Terme - ca. 255km
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Route>
Auf wunderschönen, winzigen Bergstraßen fahren wir in Richtung Bologna. Ich habe geplant praktisch alle Orte zu umfahren und möglichst ohne große Kreuzungen zum nächsten Ziel zu kommen. Es funktioniert!
Unser nächstes Ziel ist Lamborghini in Sant' Agate Bolognese - der Geburtsort der tollen Supersportwagen. Leider hat die Reservierung der Werksführung nicht funktioniert, aber das Museum besichtigen wir trotzdem.
Dann beschließen wir die Landstraßen zu verlassen und auf der Autobahn die "langweilige" Poebene möglichst
schnell zu durchqueren. Gut so. Kurz vor Brescia - dem
Start- und Endpunkt der Mille Miglia - erwischt uns ein Riesengewitter und zeitweise fahren wir mit 40km/h
auf der Autostrada.
In Brescia ist der Spuk wieder vorbei und die Sonne kommt durch! Wir besuchen das Museo Mille Miglia. Damit sind wir der Mille von Anfang bis zum Ende gefolgt und können die Historie bestaunen. Auch dieses Museum ist einen Besuch wert. Zu sehen gibt es nicht
nur tolle Autos, sondern auch viel historischen Zeitgeist und - unter Glas - Teile der Straßen, auf denen die "Helden" früher die Rennen gefahren sind. Wenn man dann sieht auf welchen Straßen Sterling Moss seinen Rekord gefahren ist, wird einem Angst und Bang.
Wir übernachten in Vallio Terme in der Nähe des Gardasees. Als wir ankommen gibt es einige Missverständnisse, weil die Vermieterin nur italienisch spricht und wir leider (fast) kein italienisch. Letztendlich lässt sich aber alles auflösen und das Haus ist sehr nett und stilvoll.
28.5. - Vallio Terme -> Gardasee -> Calalzo - ca. 345km
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Der Tag des Abschieds - Gabi&Hannes, Friedi&Gerhard und Elfi&Erwin fahren über Venedig nach Wien - jeder mit einem anderem Tempo ;-)
Anette und Alex müssen nach Neckarsulm und haben daher eine ganz andere Route und wir haben noch einen Tag Zeit und wollen irgendwo in Südtirol übernachten. So starten wir ganz gemütlich mit einer halben Runde um den Gardasee und nach Trento geht's in die Dolomiten. Über das Pordoijoch und den Passo Falzarego, an Cortina D'Ampezzo vorbei suchen wir in Calalzo letztendlich ein Hotel und finden das Hotel Ferrovia. Bis hierher sind es ca. 345km.
29.5. - Calalzo -> Wien - ca. 554km
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Uschi muss fahren, weil ich starke Schmerzen in der Schulter habe. Sie meistert mit Bravour ihren ersten Pass und fährt 3/4 der Strecke. Meine Schmerzen sind dann weniger
und wir können wieder wechseln.
Von Calalzo geht’s Richtung Lienz, durch das Drautal nach Spittal und dann wollen wir über die Turrach. Aber keine Chance, wir kommen mitten in ein Radrennen und wenden nach Radenthein und fahren über Flattnitz ins Murtal.
Ein Riesenumweg, aber eine wunderschöne Strecke.
Danach auf dem kürzesten Weg (S6 und A2) nach Haus – es war eine wunderschöne, aber anstrengende Woche.
Gruppenfotos>
Alles in Allem eine wunderschöne Tour, mit großartigen Mitfahrer/Innen. Wir werden mal schauen, was wir 2012 unternehmen :-)